Gewalt gegen Frauen in Albanien: Bericht bescheinigt Wirkung der Projektarbeit

UN-Woman publiziert Evaluation zu Projekt von IAMANEH Schweiz und Partnern

In der Zeit der COVID-19 Massnahmen stieg die Zahl von Fällen häuslicher Gewalt rapide an. «Während der Pandemie hat die Zahl der Anrufe sich verdreifacht und sie ist auf einem hohen Niveau geblieben», sagt Ejxnh Pepa, Mitarbeiterin der Nationalen Hotline für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen in Albanien.

Wie kann den hilfesuchenden Mädchen und Frauen am effektivsten geholfen werden? Ein wirksamer Schutz ist nur möglich, wenn verschiedene Institutionen wie Spitäler und Arztpraxen, Polizei und Justiz eng zusammenarbeiten.

Um diese Zusammenarbeit zu stärken, hat IAMANEH Schweiz ein Projekt lanciert, in Kooperation mit dem Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut (Swiss TPH) sowie mit ihren beiden Partnerorganisationen CLWG und WtW in Albanien. Es zielte darauf ab, Frauen und Mädchen zu stärken, den Zugang zu Unterstützungsdiensten zu verbessern und die Kapazitäten lokaler Institutionen zu erhöhen, um effektiv auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu reagieren

Ende 2024 kam das vierjährige Projekt zum Abschluss. Ein ausführlicher Bericht zeigt, was erreicht wurde.

Einige wichtige Ergebnisse:

  • Das Projekt verbesserte die Gesundheit und das Wohlbefinden von Frauen und Mädchen, die Gewalt überlebt haben.
  • Die Unterstützung umfasste 7519 psychologische Beratungen und 3032 Rechtshilfesitzungen für Überlebende.
  • Speziell marginalisierte Zielgruppen, wie zum Beispiel Roma-Frauen, erhielten umfassende Unterstützung. Die Zahl der Anmeldungen für Sozialdienste erhöhte stieg um 300%.
  • Zielgerichtete Unterstützung erreichte 425 Frauen und Mädchen mit Behinderungen.
  • Das Projekt schuf mit seinen Ergebnissen, einschliesslich stärkerer Überweisungsmechanismen, Empfehlungen zur Verbesserung und Standardisierung von Protokollen und proaktiver rechtlicher Reformen, ein kohärentes und widerstandsfähiges Unterstützungssystem.

 

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